Judo

Übersetzung: Der sanfte Weg



Entstehung Drucken E-Mail

Judo ist eine verhältnismässig junge Sportart. Der Japaner Jigoro Kano (1860-1938), Nachfahre einer der ältesten Samuraifamilien entwickelte aus der Kriegskunst Ju-Jitsu eine sportliche Kampfform, das Judo, bei der es darum ging den Gegner mittels Wurf - oder Festhaltetechnik zur Aufgabe zu bewegen.

Mit Judo sollten die eigenen Kräfte, Möglichkeiten und Sinne gestärkt werden. 1964 wurde Judo als olympische Disziplin zugelassen. Anlässlich dieser Spiele errang zur Überraschung der sportlichen Fachwelt der Schweizer Eric Hänni, in seiner Kategorie die Silbermedallie. Judo hat einen hohen erzieherischen Wert deshalb ist diese Sportart für Kinder sehr geeignet. Sie lernen, sich mit anderen auf eine faire, gute Art zu messen. Es darf nach festgelegten Regeln gekämpft werden. Ein Bedürfnis, welches in fast allen Kindern steckt.

 
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Chronologie:Jigoro Kano

1860 JIGORÔ KANO wird geboren.

1877 Kanô beginnt mit dem Studium des Jûjutsu unter FUKUDA HACHINOSUKE.

1881 Kanô setzt das Studium des Jûjutsu unter IIKUBA TSUNETOSHI fort. Abschluss der Universität.

1882 Gründung des er ten Dôjô im Tempel Eishoji, in dem er seine eigene Variante das Kodokan-Jûdô unterrichtet.

1889 Reisen durch Europa.

1891 Kanô verzichtet auf sein Amt als Professor und wird Ratgeber des Unterrichtsministeriums und Direktor der "Ersten nationalen höheren Schule".

1893 Umzug des Kôdôkan nach Shimotomisaki cho. Kanô wird Leiter der Pädagogischen Hochschule in Tôkyô und der Bibliotheksabteilung des Unterrichtsministeriums.

1898 Kanô, legt sein Amt an der Pädagogischen Hochschule nieder und wird Leiter der Abteilung Allgemeine Schulangelegenheiten des Unterrichtsministeriums.

1901 Kanô wird erneut Leiter der Pädagogischen Hochschule.

1902 Kanô richtet eine Schule für Austauschschüler mit China ein.

1909 Der Kôdôkan wird zu einer offiziellen Einrichtung des Bildungsministeriums. Kanô wird Mitglied des Olympischen Komitees.

1911 Am Kôdôkan wird eine Sektion zur Ausbildung von Jûdô-Lehrern eingerichtet. Kanô gründet den Japanischen Athletenverband und wird sein Präsident.

1912 Japan nimmt zum ersten Mal an den Olympischen Spielen in Stockholm teil. Kanô besucht die Spiele.

1920 Kanô legt erneut sein Amt an der Pädagogischen Hochschule nieder und besucht die Olympischen Spiele in Antwerpen.

1922 Kanô legt sein Amt als Präsident des Athletikverbandes nieder und errichtet den Verband der Danträger.

1924 Kanô geht als Professor der pädagogischen Hochschule in Ruhestand.

1928 Kanô besucht die Olympischen Spiele in Amsterdam.

1930 Die ersten japanischen Jûdô-Meisterschaften werden ausgetragen.

1932 Kanô besucht die Olympischen Spiele in Los Angeles. Im Kôdôkan wird ein medizinisches Institut eingerichtet.

1933 Kanô besucht Europa, um über Tôkyô als Austragungsort der Olympischen Spiele zu verhandeln.

1934 Der Kôdôkan zieht in den Stadtteil Suidobashi um.

1936 Kanô besucht die Olympischen Spiele in Berlin.

1938 Kanô stirbt auf der Heimreise von einer Sitzung des IOC in Kairo an einer Lungenentzündung, nachdem dort die Durchführung der 12. Olympischen Spiele in Tôkyô beschlossen worden war.